

Nachfolgen finden Sie internationale und nationale Empfehlungen sowie Richtlinien rund um das Thema Zöliakie und Gluten, Grenzwerte von Gluten,….
VERORDNUNG (EG) Nr. 41/2009 DER KOMMISSION vom 20. Januar 2009 zur Zusammensetzung und Kennzeichnung von Lebensmitteln, die für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit geeignet sind
In der EG- Verordnung vom 20. Jänner 2009 wurden die neuen Grenzwerte für Gluten in diätetischen Lebensmitteln und Lebensmitteln des allgemeinen Verzehrs festgelegt. Ab 01. Jänner 2012 dürfen nur Lebensmittel, die weniger als 20 ppm Gluten enthalten, als glutenfrei ausgelobt werden.. Bei einem Glutengehalt von 21 bis 100 ppm ist dies hingegen nicht mehr zulässig. Die einzelnen Länder der EU können entscheiden, ob solche Produkte als „glutenarm“ oder „mit reduziertem Glutengehalt“ bezeichnet werden dürfen.
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CODEX STANDARD for Foods for special dietary use for persons intolerant to Gluten
Die Codex Alimentarius Kommission bestehend aus der WHO und der FA beschließt Codex Standards, die als Richtlinien für den Welthandel dienen und in der Regel von allen Regierungen weltweit als nationales Lebensmittelgesetz übernommen werden. Die Codex Standards werden in diversen Fach- Komitees erarbeitet und nach Konsens im Komitee der Kommission zum Beschluss vorgelegt.
Bestehender Codex Standard für glutenfreie Nahrung
An der Entwicklung und Vorantreibung verschiedener Teile des Standards für
glutenfreie Nahrungsmittel arbeiten mehrere Codex-Ausschüsse mit: Es sind dies
das Codex Committee on Nutrition and Foods for Special Dietary Uses (CCNFSDU),
das Codex Committee on Methods and Analysis (CCMAS) sowie das Codex
Committee on Food Labelling (CCFL).
Im Jahr 1981 trat der erste Codex Standard für glutenfreie Nahrung in Kraft. Diesem
Standard zufolge bedeutet 'glutenfrei', dass der maximale Stickstoffgehalt der
glutenhaltigen Getreidekörner in Lebensmitteln auf Basis der Trockenmasse dieser
Körner 0,05g pro 100g nicht überschreiten darf.
Alljährlich tagen die verschiedenen Codex-Ausschüsse, um Fragen rund um neue
und bestehende Standards zu erörtern. Zwischen 1992 und 2006 stand der Standard
für glutenfreie Lebensmittel in der Hälfte dieser Codex-Sitzungen auf der
Tagesordnung. 1991 begannen die Diskussionen über den Standard von Neuem und
ein Großteil der Debatte zwischen den Verhandlungen konzentrierte sich nun auf den
Gluten-Grenzwert in glutenfreier Nahrung. Etwa um 1998 wurde ein Grenzwert von
200 ppm eingeführt.
Nach Jahren der Diskussionen über den Grenzwert gelangten einige Delegationen,
die am CCNSFDU-Meeting teilnahmen, zu der Auffassung, dass eine umfassende
Überprüfung des gesamten Standard-Entwurfs erforderlich sei.
In ihrer 31. Sitzung, die von 30. Juni bis 4. Juli 2008 in Genf stattfand, wurden von der Kommission neue Grenzwerte für glutenfreie Lebensmittel verabschiedet. Im „Draft Revised Standard for Foods for Special Dietary Use for Persons Intolerant to Gluten“ wurde festgelegt, dass nur Lebensmittel, die weniger als 20 ppm Gluten enthalten, als glutenfrei ausgelobt werden dürfen. Bei einem Glutengehalt von 21 bis 100 ppm ist dies hingegen nicht mehr zulässig.
Der angenommene neue Standard mit der Bezeichnung ‘Draft Revised Standard for
Foods for Special Dietary Uses for Persons Intolerant to Gluten’ wurde 2009 auch auch von der EU als Verordnung übernommen und muss nun bis 2012 in nationales Recht umgesetzt werden.
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vom 27. November 2007
zur Änderung von Anhang IIIa der Richtlinie 2000/13/EG des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich bestimmter Lebensmittelzutaten
Seit November 2005 gibt es eine Kennzeichnungsregelung, die Allergikern die Auswahl allergenarmer Produkte erleichtert.
Diese Verordnung gilt EU-weit, bezieht sich allerdings nur auf abgepackte Lebensmittel. Als Lebensmittel-Allergiker finden Sie die folgenden vierzehn häufigsten Auslöser allergischer und anderer Unverträglichkeiten in der Zutatenliste oder im Produktnamen:
• Glutenhaltige Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, Kamut oder Hybridstämme davon) sowie daraus hergestellte Produkte
• Milch sowie daraus hergestellte Produkte (einschließlich Laktose)
• Eier sowie daraus hergestellte Produkte
• Soja sowie daraus hergestellte Produkte
• Erdnüsse sowie daraus hergestellte Produkte
• Schalenfrüchte, das heißt Mandel, Haselnuss, Walnuss, Cashewnuss, Pecannuss, Paranuss, Pistazie, Macadamianuss und Queenslandnuss sowie daraus hergestellte Produkte
• Sellerie sowie daraus hergestellte Produkte
• Senf sowie daraus hergestellte Produkte
• Krebstiere sowie daraus hergestellte Produkte
• Fisch sowie daraus hergestellte Produkte
• Sesamsamen sowie daraus hergestellte Produkte
• Schwefeldioxid (SO2) und Sulfite in einer Konzentration von mehr als 10 Milligramm / Kilogramm oder 10 Milligramm / Liter als SO2angegeben
• Lupinen und daraus hergestellte Erzeugnisse seit Ende 2008
• Weichtiere und daraus hergestellte Erzeugnisse seit Ende 2008
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Wissenschaftlicher Beirat der italienischen Zöliakiegesellschaft
Ohne sichere und eindeutige Diagnose sollte die Ernährung nicht auf eine glutenfreie umgestellt werden. Doch welche Diagnosemethoden sind die richtige Wahl? Der wissenschaftliche Beirat der italienischen Zöliakiegesellschaft AIC hat einen Leitfaden zur Diagnostik und dem Follow up bei Zöliakie erstellt.
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Complimentary Feeding: A Commentary by the ESPGHAN Committe on Nutrition
2008
Zöliakie ist eine komplexe Pathologie, deren Ursachen im Zusammenspiel verschiedener genetischer, immunologischer und exogener Faktoren liegen. Als exogener Faktor wird unter anderem auch die Ernährung im Säuglingsalter diskutiert. Diverse Studien zeigen eine Assoziation zwischen der Dauer des Stillens und einem verminderten Risiko, an Zöliakie zu erkranken. Aufgrund der Ergebnisse dieser Studien lässt sich vermuten, dass der ideale Zeitpunkt, Gluten in die Nahrung einzuführen, zwischen der 17. Woche und dem vollendeten 7. Lebensmonat liegt. Außerdem scheint es einen protektiven Effekt zu haben, wenn die eingeführten Glutenmengen sehr gering sind und wenn bei Einführung von Gluten noch mindestens zwei Monate weiter gestillt wird.
Auch das ESPGHAN Komitee (European Society for Pediatric Gastroenterology, Hepatology and Nutrition) hat 2008 eine Empfehlung zur Einführung der Beikost bei Säuglingnen gegeben.
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Europaweites, wissenschaftliches Forschungsprojekt zur Prävention (Verhinderung) der Zöliakie.
Neue Studienergebnisse deuten darauf hin, dass der Zeitpunkt der Einführung von Gluten in die Ernährung des Kindes mit entsprechender genetischer Prädisposition eine große Rolle spielt, um den Ausbruch der Zöliakie möglicherweise durch gezielte Prävention zu verhindern. Eine groß angelegte, europaweite Interventionsstudie zur Verhinderung der Zöliakie will dieser Hypothese nun auf den Grund gehen.
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